Die Lupine

Die Lupine gehört zur Famile der Erbse und der Ackerbohne. Ursprünglich ist sie eine Wildblume aus Südamerika, in Europa angekommen wurden einige Arten kultiviert und sind nun essbar. Bei ihnen wurden die giftigen Bitterstoffe, auch Alkaloide genannt, herausgezüchtet.

Lupinen wachsen auf Böden mit einem pH-Wert unter 6,5 ( sandig, karg,trocken ). Sie holen mit Hilfe von Bakterien den Stickstoff der Luft und reichern den Boden damit an. Mit ihren tiefen Wurzeln lockern sie das Erdreich auf und wirken wie Dünger. Weniger als 0,5 Prozent der deutschen Anbaufläche ist mit Lupinen bepflanzt.

Zwar hat Soja ähnliche Eigenschaften wie die Lupine – jedoch ist der Großteil der Sojaproduktion genverändert. Mit der Lupine könnte eine naturbelassene, einheimische Pflanze das importierte Gen-Soja vom Markt drängen – für die Landwirtschaft würde ein Traum wahr.

 

Eine neue Züchtung aus Deutschland, die kaum noch Bitterstoffe enthalte, soll den Durchbruchder Lupine als Lebensmittel bringen. Sie hat das Potenzial, die Sojabohne Europas zu werden.

Der Anbau der Lupine ist überall in Deutschland möglich. Die Pflanze ist anspruchslos, gedeiht auch auf sandigen und trockenen Böden. Sind die Kerne der Lupine gepresst, werden die übrig gebliebenen Flakes eingeweicht, damit sich das Eiweiß aus den Strukturen der Fasern löst. Wird die Flüssigkeit dann erhitzt und verdampft, bleibt das hochwertige Eiweiß zurück.